Archivführer der Zürcher Gemeinden und
Kirchgemeinden sowie der städtischen Vororte vor 1798

bearbeitet von Dr. Otto Sigg

Politische Gemeinde Hüttikon (Bezirk Dielsdorf)

I A Urkunden auf Pergament

4 Urkunden 1573–1788: Kaufbrief 1573 betr. einen auf das Jahr 1426 zurückgehenden Kernenzins zu Hüttikon (private Herkunft, Ablösungsvermerk 1860); «Hüttiker-Brief der 4000 Gulden Kapital» 1653 (komplexes Tausch- und Verpfändungsinstrument einen 104 Jucharten umfassenden und im einzelnen beschriebenen Hof zu Hüttikon betreffend: vorerst Tausch des Hofes von Heinrich Marqualder von Hüttikon an den Abt zu Wettingen um 50 Mütt Bodenzinsen auf Badener Bürger, dann tauschweiser Übergang des Hofes vom Abt an die Gemeinde Hüttikon gegen 50 Mütt Bodenzinsen auf Bauern zu Dietikon und Spreitenbach, dann Übernahme dieser 50 Mütt Bodenzinsen durch das Zürcher Klosteramt Oetenbach gegen eine Kapitalverschuldung von 4000 Gulden mit jährlicher Zinspflicht von 200 Gulden durch die Gemeinde Hüttikon); Verleihung 1743 und 1788 der ursprünglich kyburgischen (!) Vogtsteuer ab Gütern zu Hüttikon, Niederweningen und Schöfflisdorf.

Rechtsinstrument Hüttikon, 1653

I A 2: Durch den Landvogt zu Baden, den Luzerner Jost Am Rhin, im Jahr 1653 ausgestelltes Rechtsinstrument betr. den durch die Gemeinde Hüttikon an sich gezogenen Marqualder Hof zu Hüttikon (Titelblatt, erkennbar ist der Schnitt, mittels dessen das Instrument entkräftet worden war).

 

II A Akten

darunter:
Durch den Landvogt zu Baden 1750 getroffene Regelung betr. das Abzuggeld für einen von Unteroetwil nach Hüttikon ziehenden Mann; private Kauf- und Schuldbriefe 18. Jh.; Gant- und Zinstragerei-Rödel 18. Jh.

IV A Bände

1
«Urbar des Loblichen Stiftamt Unser Lieben Frauen zu Baden 1764» (Grundzinsen des Stiftsamtes zu Hüttikon, inkl. Vermerk der Entkräftigung 1861).

2–6:
Hefte mit urbarmässigen Beschreibungen von Grundzinsen in Hüttikon 1764 und 1794 (Zinsbezüger: Spendamt Baden, die Pestalozzi zu Zürich, Kloster Wettingen; Ablösungsvermerke 19. Jh.).

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