Archivführer der Zürcher Gemeinden und
Kirchgemeinden sowie der städtischen Vororte vor 1798

bearbeitet von Dr. Otto Sigg

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Weiach (Bezirk Dielsdorf)

I B Verträge auf Papier

Unbedeutende notarielle Instrumente ohne ersichtlichen Zusammenhang mit der Gemeinde.

II A Akten

Verzeichnisse 1778/93 zu den Kirchenörtern in der Kirche Weiach; von der Kanzel verlesene Mandate und Erlasse 18. Jh. zu verschiedenen Regelungsbereichen.

III A Jahresrechnungen

Mehrjahres-Rechnungen 1691–1718, 1752–1797.

Ehemalige Armengemeinde Weiach

III A Jahresrechnungen

Dreijahresrechnungen 1749–1760, 1782–1796; Abrechnungen im Zusammenhang mit der Übergabe des Armengutes an die Bürgergemeinde 1798/99.

Politische Gemeinde Weiach

II A Akten

Beschreibung der Grenzmarchen zwischen dem Gemeindebann von Weiach und Zweidlen 1795.

III A Jahresrechnungen

«Gemeinderechnungen» 1755–1798 (mit Lücken): Einnahmen u. a. aus dem Verkauf von Holz, Rinden, Eicheln, Esparsette (Klee), Birnen, Getreide (ab Gemeindegütern), von Flur- und Forstbussen; Ausgaben für Besoldungen, Spesen, Wachtdienste, Wasserversorgung, Brunnen, Feuerwehrwesen, Gemeinwerk, Schermauser.

Jahresrechnung Weiach, 1790

III A 1: Jahresrechnung 1790, «Ausgeben wegem Mieth». Im Jahr 1790 gab die Gemeinde die verhältnismässig hohe Summe von 225 Pfund aus, um im Bergbau eine Mietgrube zu eröffnen. Miet wurde derjenige Mergel genannt, den die Naturforschende Gesellschaft in Zürich zur Verbesserung der Fruchtbarkeit des Bodens empfahl. Wir entnehmen dem Rechnungseintrag, dass die Gemeinde mittels eines «Neppers» (Eisenbohrer) aus dem staatlichen Bauamt an verschiedenen Orten Bodenproben nehmen liess. Man wurde im Wald von Untervogt Bersinger im «grossen Gebirg», neun Schuh unter der Erde fündig. Um die Eignung der gefundenen Mergelerde zu prüfen, wurde ein Bergmann des Kohlenbergwerks Käpfnach eingestellt, der während 100 Arbeitstagen einen Stollen vorwärts trieb und eine zwölf Schuh dicke Mergelschicht nachwies. Er förderte 30 F.der, und die Dorfgenossen wurden aufgefordert, sich von diesem Mergel zu bedienen und «auf unterschiedliche Güter zu tun, um die Proben zu machen, damit man sich in Zukunft zu richten wisse».

 

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